Osteopathie
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(1)
Krankhafte Veränderungen der Knochen. Zu
unterscheiden sind dabei: angeborene
Osteopathien wie z. B. die Glasknochenkrankheit. krankhafte Osteopathien, die z. B. durch Infektionen oder Knochenkrebs verursacht werden. Osteopathien
durch Störungen des Mineralstoffwechsels wie z. B. Kalziummangel oder
hormonelle Störungen. (2)
komplementärmedizische Behandlungsform: siehe unter Osteopathie
(Behandlungsform) Osteopathie
ist eine alternativmedizinische Behandlungsform, die im Unterschied zur
Chiropraktik auch Verbesserungen bei Allgemeinbefinden, Stoffwechsel und
sonstigen, nicht unbedingt bewegungsbedingten Störungen erreichen will. Die
Methoden ähneln denen der Chiropraktik: Die Osteopathie geht davon aus, dass
bei einer Störung der Selbstheilungskräfte des Körpers kleine äußere Einflüsse
zu großen Beeinträchtigungen des Gesundheitszustandes führen können. In der
Osteopathie nutzt man den Körper als umfassend vernetztes Steuer- und
Regelsystem. Ziel der osteopathischen Behandlung ist es, Funktions- und
Bewegungseinschränkungen zu finden und zu beseitigen. Der Osteopath erkennt in
allen Funktionskreisläufen (beispielsweise: Anspannung und Entspannung der Muskulatur,
Bewegungsfreiheit der Gelenke, Schlaf - und Wachrhythmus, Blutkreislauf,
lymphatisches System) des Organismus einen Bewegungsausdruck. Sie funktionieren
in Abhängigkeit ihrer Steuerungssysteme, des Nerven- und Hormonsystems. Um diese
Funktionen im Gleichgewicht konstant zu halten, ist Bewegung oder Beweglichkeit
aller Strukturen im Körper notwendig. Für die Vitalität von Gewebe ist Bewegung
essentiell. Der Osteopath wirkt auf die essentiellen Bewegungen ein. So kann
der menschliche Körper mit all seinen Funktionskreisläufen in seinem
natürlichen Gleichgewicht funktionieren und gesunden. Osteopathen versuchen,
Störungen zu erfühlen und ihnen durch leichte, aber gezielte Einflüsse (wie
Druck durch die Hand) entgegen zu wirken. Die
Osteopathie wurde durch den Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) Ende des 19.
Jahrhunderts entwickelt. George V. Webster schrieb 1921: "Osteopathie ist
das Wissen um die Struktur, Beziehung und Funktion jedes Teils des menschlichen
Körpers angewandt auf die Regulation oder Korrektur all dessen, was die
harmonische Funktion stört." Die Funktion des Körpers soll dabei so
gestärkt werden, dass die Selbstheilungskräfte zum Tragen kommen. Geschichte
der Osteopathie Osteopathie
ist keine neue Heilmethode. Schon vor Jahrtausenden haben Leute an Knochen-,
Gelenk-, Muskel- oder Nervenschmerzen gelitten, und oft wurden sie von einem
Heilkundigen gepflegt. Die ersten
Zeichen von einer Handtechnik, die gefunden wurden, stammen aus dem alten
Ägypten. Schon im 13. Jahrhundert v. Chr. besuchte man eine Art von Osteopath.
In Rom (2. Jahrhundert n. Chr.), im Mittelalter, bis zu unseren Zeiten, immer
wurden Handtechniken angewendet, aber nie wurden sie als Medizin anerkannt.
Andrew Taylor Still war ein amerikanischer Arzt, der machtlos mitansehen
musste, wie seine erste Frau und vier seiner Kinder starben, da die damaligen
Medizinkenntnisse nicht so gut waren wie heutzutage. Deshalb suchte er nach
einem neuen Verständnis von Krankheit und Gesundheit des menschlichen Körpers,
und von dem, was ihn heilen konnte. Seine Erkenntnisse bilden das Fundament der
osteopathischen Medizin. Man kann nicht sagen, dass Andrew T. Still die
Osteopathie geschaffen hat, sondern, dass er sie in den 1870er Jahren des 19.
Jahrhundert neu gestaltet hat. 1892
gründete er die erste Osteopathie-Schule (American School of Osteopathy) in
Kirksville, USA. In dieser Schule lernte man fundamentale Grundwissenschaften,
und Stills eigene Theorie der Krankheit und der Gesundheit, und seine selbst
gefundene Handtechniken. Die heute anerkanntesten Schulen befinden sich in
England(Maitstone), Belgien(CBO) und Österreich(WSO). Nach dem
Studium bekam man eine von Andrew T. Still geschaffene Urkunde (D.O.), die klar
von der allopatischen unterscheidbar war. Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte
die Osteopathie England und in den fünfziger Jahren gelangte sie nach
Frankreich. Heutzutage gehört die Osteopathie in den USA und in einigen
europäischen Ländern, insbesonders England, Belgien und Frankreich, zu den
allgemein anerkannten und bewährten Formen der Medizin. Auch in Deutschland
wird die Osteopathie in nächster Zeit als eigenständiger Beruf anerkannt
werden. Teilgebiete
der Osteopathie Auch wenn
der Name Osteopathie ein einheitliches Grundkonzept andeutet, besteht die
Osteopathie doch aus einer Zusammensetzung verschiedener Methodenschulen. In
der Osteopathieausbildung gilt eine Teilmenge von Methoden als verbindlich.
Einige solcher Behandlungsmethoden sind: Strain/Conterstrain
- positional release Muskel-Energie-Techniken Faszien-Techniken Cranio-Sacral-Therapie HVLA-Techniken
("high velocity, low amplitude", also kleine schnelle Bewegungen; sie
entsprechen dem "Einrenken" in Chirotherapie und Chiropraktik) Sie werden
z. T. verschiedenen Entdeckern zugeschrieben und sind verschieden gut mit
schulmedizinischen Ansichten vereinbar.
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